beingontheroad – Tag 18 – Étretat

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Geweckt von einem aggressiven „tock tock tock“ an der Seitenscheibe schaute ich auf und sah einen Mann mit Agent Municipal Uniform: „Oh, jetzt haben wir ein richtiges Problem“. Ich blieb allerdings seelenruhig liegen, da der Mann auch bei all den anderen Campern mit seinem „Notizbuch“ bewaffnet klopfen ging.

Wir packten so schnell wie möglich zusammen, auch wenn wir eh davon ausgingen, dass der Agent bereits alles notiert hatte, von wegen Wildcampen etc. Jannis checkte noch schnell im Morgenlicht das Schild des Parkplatzes. „Campen streng verboten, Parken kostenpflichtig“. Da kam der Mann auch schon wieder. *Bibber*. „Do you already have a parking ticket“ Erleichterung… wir bezahlten schon fast glücklich die 3 € für einen ganzen Tag und hauten ab. Durch den Tipp von Gaby schauten wir uns flott Deauville an, mit seinen alten Fachwerk-Häusern und den vielen bunten Sonnenschirmen am Strand. Alles etwas gehobener, da dort jährlich auch der amerikanische Independent-Film gefeiert wird.

Eigentlich war unser Ziel Le Havre, aber da wir schon von der anderen Küstenseite eine unendlich erscheinende Hafenanlage mit Kränen sahen, ging der idyllische Gedanken von Le Havre schnell verloren. 

Wir überquerten für 5,70 € die Seine mit Blick auf das Landesinnere, sowie die Meermündung. Dann reisten wir schnell durch die industrielle Hafenanlage Le Havres weiter nach Étretat. Dort angekommen sahen wir eine, von zwei Klippen (Falaise d’Aval, Falaise d’Amont) je rechts und links, eingekesselte Stadt. 

Die Falaises waren circa 84 Meter hoch und boten spektakuläre Aussichten. Nach einem Stadtspaziergang entschieden wir uns Pizza essen zu gehen. Den Sonnenuntergang verbrachten wir an der Klippenkirche mit Martini-Sprite, bevor wir erneut in die Stadt gingen um Crêpes zu essen (ziemlich viel beschissener als in Carnac. Erinnerte eher an die Mikrowellen-Aufback-Pfannekuchen für arme Studenten vom Aldi)

Auf dem Rückweg zum Auto, welches wir dieses Mal ganz oben auf dem Klippen-Touri-Parkplatz abgestellt hatten, trafen wir auf vier Rockabilly-Punker aus Nordhorn, hörten ein paar ihrer Geschichten, schenkten ihnen unseren Rest-billig-Fusel-Wein und legten uns gegen 00:30 Uhr in unser warmes Auto, während draußen der Klippenwind fegte und erstmals für gemütliche Camping-Atmosphäre sorgte.

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Hej, ich bin Ben und ich arbeite als Fotograf, Markenberater und Veranstalter mit eigenem Studio in Köln. 2013 hatte ich einen der größten deutschen Fotoblogs. Inzwischen schreibe ich hier nur noch über die Themen, die meinen beruflichen Alltag beeinträchtigen oder bereichern.
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