beingontheroad – Tag 13 – Biarritz

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Peng! Dann wurden wir von einer Spanierin geweckt. Sie war alt. Nicht schön. Auch nicht erotisch. Eher dicklich. Aber freundlich. Mit absoluter Bestimmtheit machte sie uns klar, dass wir auf Privatgelände gelandet waren. Und dieses lieber verlassen sollten, oder doch runter auf den Camping-Parkplatz kommen könnten. 

Wir entschieden uns natürlich fürs Verlassen und fuhren den Berg in Richtung San Sebastian hinunter. Dabei bot sich uns auch der ein oder andere Blick auf die wunderschöne Bucht, welche in den Morgenstunden noch von einer Wolkenfront bedeckt wurde. 

Um uns San Sebastian etwas genauer anzusehen, suchten wir uns einen preiswerten Parkplatz in Buchtnähe. 

Nach einem Frühstück und Laden unserer Technik (Ich schlief ein und wir wurden freundlich aus dem Schuppen gekehrt) begaben wir uns auf die inzwischen sonnige Promenade in Richtung Altstadt um Emmas Empfehlung nach Tapas Konsum Folge zu leisten. Ein paar Minuten in Google brachten uns zur Bar Zeruko und ließ uns Seeigel-Creme in Seeigel Hirnschalen mit Stacheln serviert bekommen, Garnelen-Mayo-Toast und Wachtelspiegelei-Baguette genießen.

Genießen ist in diesem Zusammenhang ein eher einseitiges Wort, schließlich beförderte allein der Geruch von Tapas bereits die gesamte Magenfüllung der letzten Wochen aus meinem Bauch in Richtung Kehlkopf. Nur meiner überragenden Körperbeherrschung hat Zeruko es zu verdanken, nicht in einem neuen und mehrfarbigen Braunton zu erstrahlen. 

Nachdem wir aufgrund des gestrigen Feiertags noch Freibier geschenkt bekamen, wollte uns auch schon ein Dealer Ananas-Bonbons andrehen, welche wir allerdings dieses Mal ablehnten. Sahen wir schon so ranzig aus, dass wir Ananas-Bonbons nötig hatten?

Da sich in der Zwischenzeit auch schon unsere Parkzeit dem Ende nährte, entschlossen wir uns aufzubrechen und auch das wunderbare und inzwischen angenehm warme San Sebastian zu verlassen. 

Nach ca. 2 ½ Stunden Küstenstraße und kleineren Staus kamen wir in Biarritz an. Surferhochburg. Ewige Sucherei brachte uns dann doch zu einem strandnahen Parkplatz und wir genossen die Nachmittagssonne am Strandabschnitt Plage de Marbella. Zwar war es deutlich kälter als an der Südküste, dafür wurde durch den Wind das Meerwasser des Golf von Biscaya ordentlich aufgeschäumt und erzeugte große Wellen, die sich super zum Surfen und Kämpfen eigneten. 

Jannis wurde bereits nach kurzer Zeit vom Rescue-Team aus dem Wasser gepfiffen, nachdem die obercoolen Baywatch-Imitate wehrlos mit ansehen mussten, wie Jannis kläglich in einer zwei Meter Welle versank. 

Bei mir dagegen verzogen sie fünf Minuten zuvor keine Miene, nachdem jede Art von Welle an meinem klobigen Körper zerbrachen.

Bevor es zu spät wurde um einen offenen Supermarkt zu finden, brachen wir gegen 20 Uhr vom Strand auf und betraten pünktlich zum Ladenschluss den letzten Casino Supermarché auf unserer Tagesetappe. 

Da auch im französischen Biarritz wieder einmal irgendeine Kirmes war und die Straßen voll von Leuten, Musikern und Bühnen waren,  flanierten wir mit der Masse durch die Stadt und fanden einen ruhiges Plätzchen auf dem langen Natursteinsteg direkt gegenüber des Leuchtturmes, welcher einen wunderbaren Blick auf die nächtliche Kulisse von Biarritz bot. 

Mit Wein und Apfelschnaps bewaffnet, warteten wir auf das Feuerwerk, welches um 23 Uhr stattfinden sollte. Da es sich wohl um ein Missverständnis handeln sollte, suchten wir gegen Mitternacht unseren Schlafplatz auf, welcher auch dieses Mal wieder ein strandnaher Parkplatz war.

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Hej, ich bin Ben und ich arbeite als Fotograf, Markenberater und Veranstalter mit eigenem Studio in Köln. 2013 hatte ich einen der größten deutschen Fotoblogs. Inzwischen schreibe ich hier nur noch über die Themen, die meinen beruflichen Alltag beeinträchtigen oder bereichern.
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