Making-the-Book: Bei der Druckerei Siepmann in Hamburg

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In wenigen Wochen, am 13. April, wird mein Bildband „Das Leben und Sterben des BENHAMMER“ ein ganzes Jahr alt. Verrückt, wie die Zeit schon wieder verflogen ist. Verrückt, wie die Aufregung schon wieder in Vergessenheit geraten ist. Um genau diese Zeit bin ich 2017 nach Hamburg gefahren, um die Druckfreigabe zu erteilen. Die finalen Druckfiles waren schon abgeben und ich wollte den Moment des Andrucks nicht verpassen.

Also lieh ich bei Sixt ein Mietauto, packte Kristof ein und düste nach Hamburg und wieder zurück. Unbedingt nötig wäre das nicht gewesen, aber ich wollte es. 24 Stunden sollten die Maschinen danach durchlaufen, um jeden Druckbogen für die späteren 366 Seiten mit Farbe zu füllen.

Es ist noch heute mein erster Bildband und immer noch eins meiner komplexesten Projekte mit dem größten Geldeinsatz – Trotz damaligem Crowdfunding. Ich weiß noch ziemlich genau, wie nervös ich nach Abgabe der Druckdaten war. Ab jetzt lag es nicht mehr in meiner Hand. Den Moment, als ich den ersten Druckbogen auf dem Tisch liegen sah, kann ich gar nicht mehr so richtig beschreiben. In erster Linie war ich wohl erleichtert, dass nach Monaten der Pixelschieberei mit Anja die Bilder gedruckt so schön aussahen. Es war sehr erleichternd und irgendwie surreal, dass jetzt stundenlang an meinen Olympus Snapshots gedruckt werden wird.

Gleichzeitig stieg natürlich die Anspannung zum Release am 13. April. Bisher hatte niemand auch nur einen groben Schimmer davon, was ihn in diesem Buch erwarten würde. Außerdem ratterte mein Kopf schon die ganze Zeit über das Release und die bevorstehenden Versandaktionen. Aber an den Geruch von frischer Tinte, diese riesige Druckmaschine und das Gefühl des Papiers kann ich mich noch immer ziemlich genau erinnern.

Warum ich mit dem Projekt nach Hamburg ging ist übrigens einfach erklärt. Kollege Ben Bernschneider und seine Bücher haben mir schon immer gefallen. Sehr gefallen. Er schwärmte von Mark Siepmann und seiner Druckerei in Hamburg. Als ich die ersten Angebote aus Düsseldorf für den Buchdruck hatte, machte ich den Test und fragte bei Mark an. Er antwortete schnell, schickte Testmuster ohne groß zu murren und empfing mich ein paar Monate später im Büro in Hamburg für einen kleinen Rundgang durch den Familienbetrieb, den er nun in 2. Generation leitet.

Danach waren keine Fragen mehr offen und ich hatte ein gutes bis sehr gutes Gefühl. Diskussionen über Kosten gab es ab dem Zeitpunkt für mich nicht mehr, denn ich wollte genau dort Drucken. Mit dem Ergebnis und Marks Support bin ich heute noch ausnahmslos zufrieden. Und eins steht damit fest: Band 2 wird auf jeden Fall auch in Hamburg produziert.

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