Netzwerkspeicher: WesternDigital MyCloud vs. Synology DS115j

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In meiner Schulzeit habe ich immer von einem Media-PC geträumt. Ihr wisst schon, ein Rechner, der unter dem Fernseher steht. Endloser Festplattenplatz, ein paar Games, Filme. VLC-Player, Netzwerkanschluss, Grafikkarte etcpp. Per Fernsteuerung und Funktastatur einfach vom Sofa steuerbar. Nunja. Es ist nie so weit gekommen. Heute sieht das Ganze schon viel einfacher aus. Es hat sich einiges getan und der technische Fortschritt beschert uns heute eine riesige Auswahl an Netzwerkspeicherlösungen, die sich inzwischen auch äußerst komfortabel in das eigene Netzwerk einspeisen lassen und dank Smartphone-APPs und iPads dann sogar von jedem Ort im Haus per WiFi ansteuern lassen. Das ist etwas sehr Gutes!

Weil der Markt voll von solchen Produkten ist, habe ich mir einfach mal zwei Produkte herausgesucht und sie direkt miteinander verglichen. Zum einen ist es die MyCloud von WesternDigital. Dieser Hersteller begleitet mich sowieso schon seit meiner Jugend mit seinen Festplatten und hat mich schon des Öfteren mit seinen Endverbraucher freundlichen Produkten überzeugt. Gegenspieler ist der DS115j von Synology. Synology ist vor allem bei ambitionierten Technikfans bekannt und beliebt. Für mich beginnt hier mit dem Hersteller neues Kapitel!

MyCloud von WesternDigitalDS115j von Synology
Design
 Dank ihres an einen Buchrücken angelehnten Designs ist die MyCloud von WesternDigital kompakter und handlicher. Das abgerundete Gehäuse wirkt außerdem harmonischer.Dem Synology sieht man seine technische Orientierung an. Es ist etwas größer, eckiger und dennoch leichter. Was vor allem an der Leichtbauweise des zweiteiligen Gehäuses liegt.
Abmessungen
13,9 x 4,9 x 17,1 cm22,4 x 7,1 x 16,6 cm
USB (extern)
Per USB lassen sich die Netzwerkspeicher um eine externe USB-Festplatte erweitern. Außerdem können externe Festplatten als Backup der eingebauten Festplatte fungieren und somit die Sicherheit der Daten auch bei einem Crash der internen HDD gewährleisten
1x USB 3.02x USB 2.0
Kensington Sicherheitsschloss
JaJa
Powerknopf
Nein (automatischer Standby)Ja
Aufbau
Die MyCloud muss lediglich ausgepackt und aufgestellt werden. Innerhalb von wenigen Minuten ist sie per Netzwerkkabel mit dem eigenen Heimnetzwerk verbunden und wird vom Mac auch sofort erkannt.Gleiches gilt auch für die DJ115j von Synology. Einziger Unterschied: Das Gehäuse sollte zum Schluss noch verschraubt werden. Die passenden Schrauben liefert Synology gleich mit.
Einrichtung
Sind die beiden Geräte erst einmal aufgebaut, geht die Einrichtung in wenigen Minuten. Aus dem Netzwerk ziehen sich beide Geräte sofort ihre IP. Danach können sie über den jeweiligen Browserlink aufgerufen und konfiguriert werden. Zu Beginn braucht die Synology etwas länger, bis ihre Festplatte formatiert und das OS installiert und aktiviert ist. In Summe sind beide Geräte in knapp 15 Minuten einsatzbereit. Hier hat die WD erstmals einen kleinen Geschwindigkeitsvorteil.
Webinterface
Über den eigenen Browser kann per Login auf die Interfaces der kleinen Netzwerkspeicher zugriffen werden. Sie geben Aufschluss über den Systemstatus und dienen der Verwaltung. Hier können bequem alle administrativen Einstellungen getätigt werden.
Auf den ersten Blick überzeugt das WD Interface durch seine Übersicht und die an Apps erinnernde Gestaltung. Dadurch ist die Steuerung und Konfiguration von der WD MyCloud ein Kinderspiel und macht sogar Unerfahrenen und Technik-Gegnern Spaß! Hier hat man großen Wert auf Bedienbarkeit, Design und Übersicht gelegt. Es zahlt sich aus! Noch nie konnten Netzwerklaufwerke so einfach gestaltet und aufgesetzt werden. Mit wenigen Klicks sind Benutzer angelegt, Verzeichnisse verwaltet und Eigenschaften eingesehen.Bei Synology richtet man sich dort eher an erfahrenere Technikfreunde. Das fällt direkt beim Login ein. Hier geht es weniger um Design, dafür mehr um Technik und Performance. Die Oberfläche erinnert viel mehr an ein klassisches Betriebssystem wie Windows, als an eine App-Operfläche. Den ein oder anderen mag das abschrecken.
App
Per App lässt sich auch vom Smartphone oder dem Tablet auf die Netzwerkfestplatte zugreifen. Nicht nur Daten können getauscht werden, sondern auch Musik und Filme gestreamt werden. Wer Daten vom mobilen Device den Rechnern zugänglichen machen will, kann sie bequem per App zur Verfügung stellen. Sollte man seinen Netzwerkspeicher über den eigenen Router auch fürs Internet zugänglich machen, kann selbst unterwegs auf die Daten daheim zugegriffen werden. Schnelles mobiles Internet am Handy und eine gute Leitung in den eigenen 4-Wänden sind die Voraussetzung. Beide Apps haben auf Anhieb die Hersteller-Cloud gefunden!
Für seine Netzwerkspeicher bietet WD eine einheitlich und gut gestaltete App, die sich auf Anhieb intuitiv bedienen lässt. Bilder, Videos, Musik können aus ihr gestreamt werden und Inhalte vom Device mühelos auf den Netzwerkspeicher geladen werden.Außerdem könnten auch andere Web-Clouddienste integriert werden, sodass ein müheloser Datenaustausch möglich ist.Bei Synology hat man sich entschieden für jeden Anwendungsbereich eine eigene App zu entwickeln. So wird Musik über eine andere App gesteuert als das normale Filemanagement oder die Photos. Dies macht besonders dann Sinn, wenn man einige Funktionen viel öfter als andere nutzt. Ansonsten verlieren die Synology-Apps nur im Design und Usability-Vergleich. Der Rest funktioniert tadellos. Auf Anhieb! Auch die Benutzerverwaltung per Login ist überhaupt kein Problem!
Preise (Stand 17.11.2014 bei Amazon)
129,00 Euro (1 TB)149,00 Euro (3 TB)179,00 Euro (4 TB)319,00 Euro (6 TB)92,89 Euro (ohne Festplatte)170,90 Euro (1 TB*)203,90 Euro (2 TB*)225,90 Euro (3 TB*)246,90 Euro (4 TB*)WesternDigital Red 24/7 verbaut
Produktseiten
MyCloud von WesternDigitalDS115j von Synology

Fazit: Zur ersten eigenen Cloud

Beide Systeme sind der Beweis, dass sich viel getan hat im Heimnetzwerk. Sowohl die MyCloud, als auch das DS115j sind absolut durchdachte Produkte. Die Unterschiede sind marginal und verdeutlichen trotzdem die verschiedenen Ausrichtungen der Hersteller. Während WesternDigital vor allem durch tolle Designs und viel Intuition überzeugt, liegt Synology bei der Performance leicht im Vorteil. Gerade aufwendige Datenmengen und Prozesse werden hier einfach schneller von dem kleinen Netzwerkspeicher verarbeitet. Ansonsten lassen sich beide Systeme über eine externe USB Festplatte Backupen, bieten Backen Support für den Mac und lassen sich auch komfortable von jedem Netzwerkdevice per App ansteuern. Letztendlich liegt es auch hier wieder an den eigenen Vorlieben, die das eine oder andere Gerät für Euch interessanter machen.

Gerade als zentraler Datenspeicher für Medien wie Musik und Filme, aber auch die Urlaubsfotos, sind beide Lösungen eine Bereicherung! Wer etwas mehr Geld zur Verfügung hat, sollte sich auch die 2-Bay Varianten anschauen, so sind die Daten bei richtiger Einstellung durch eine mögliche Spieglung auf die 2 Festplatte sicherer gelagert.

Es gibt auch eine unabhängige Software-Lösungen!

Wer es gerne manueller auf dem Weg zur eigenen Cloud hat, der sollte sich mal die OpenSourceSoftware OwnCloud angucken. Sie ist ein ernst zu nehmender Konkurrent für alle bereits bekannten Dienstleister und bindet sich nicht an einen Hardwarehersteller. Mit ihr lässt sich eine eigene und ebenfalls sehr gut zu bedienende Cloud einrichten, die neben den oben genannten Funktionen auch Kontaktverwaltung, Galerien und viele weitere Features per App-Marktplatz nachrüsten kann! Wer Zeit und etwas Grundverständnis mitbringt, kann sich mit dieser Software eine Cloud nach den eigenen Wünschen bauen! (Danke für den Tipp an Martin Neuhof via Instagram)

Transparenz: Beide Produkte wurden uns vom jeweiligen Hersteller für den Testzeitraum zur Verfügung gestellt! Vielen Dank dafür.

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