#001 – auf ein Kölsch mit Cedrick

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Philipp Cedrick Kappius, der von seinen Freunden nur Ceddy oder Cedrick genannt wird, gehört zu den Menschen, die jeder von uns im Freundeskreis hat. Wir wuchsen im selben Dorf auf, haben dieselbe Schule besucht, hingen glaube ich sogar in derselben Stufe und haben nie wirklich eine gemeinsame Schnittmenge an Freunden und Interessen gefunden. Inzwischen sind einige Jahre ins Land gegangen und es zog uns beide nach Köln.Cedrick zog schon vor circa zwei Jahren her und schlägt sich nach eigener Aussage eher missverstanden durchs Studium. „Es muss halt irgendwann nur fertig werden.“, sagt er. Und zwar, damit er seiner großen Leidenschaft endlich komplett nachgehen kann: Dem Radio. Das hat ihn nämlich schnell in die Medienstadt Köln gezogen. Nach freien Mitarbeiten als Autor bei Radio Berg und Radio Neandertal, also kleineren Lokalradios, geht es heute für ihn im Auftrag von 1LIVE zum Beispiel nach London, um dort vom roten Teppich zu berichten. Weil ich große Freude an seinem journalistischen Werdegang habe, lud ich ihn zu aufeinkoelsch ein. Er konterte direkt und zeigte mir, was es heißt „Die Reihe runter zu gehen“ – so wie er es immer mit seinen Kumpels macht. An diesem sommerlichen Frühlingstag kauften wir das erste Bier also beim „Biermuseum“. Einem Büdchen direkt am „Goldenen Schuss“ im Belgischen Viertel. Neben den gängigsten Kölschsorten gibt es dort auch eine Riesenauswahl an belgischen Bier. Danach ging es den Abend über konsequent einen einzigen Kölner Straßenzug lang. Die komplette Brüsseler Straße runter, über die Roonstraße, bis zur Luxemburger Straße, wo wir schlussendlich unser letztes Kölsch trinken sollten. Unseren Weg schmückten unzählige Kioske und Kneipen, die Cedrick alle kurz vorstellte und ihre Vor- und Nachteile pointiert zusammenfasste, während wir uns am Peters Kölsch erfreuten. Dem wohl einzigen Kölsch mit klassischem Flensburger-Plopp-Verschluss. Oder fällt euch ein anderes ein?

Dein erstes Kölsch hast du wann getrunken?
Ganz heimlich im Jahr 2004 mit 13 als Dauerkarteninhaber in der Linie 1 auf dem Weg zu ’nem Heimspiel des FC. Übrigens mit mächtig Schiss in der Buxe, dass die Polizei uns erwischt. Oder Mama.

Deine Lieblings-Kölsch-Sorte heißt?
Variiert zwischen Peters, Päffgen und Mühlenkölsch. Für Auf ein Kölsch! – hab ich Peters genommen. ‚Ne gute Mischung zwischen Understatement und Plopp-Geräusch. (lacht)

Das leckerste Kölsch gibt es deiner Meinung nach wo?
Also vom Fass zum Beispiel in der Brauerei zur Malzmühle am Heumarkt oder im Päffgen Brauhaus in der Friesenstraße. Und Flasche: ist doch fast immer gleich, lieber Ben! (lacht)

Wann lässt sich Kölsch am besten trinken?
Im Sommer. Abends. Am Rhein oder im Park.

Flasche oder Glas?
Sehr paradox für mich: Ich bin eigentlich ’nen Opa-Style-Bier-ausm-Glas-Trinker. Aber Kölsch schmeckt mir besser aus der Flasche.

Mit was verbindest du Kölsch als erstes?
Karneval – definitiv! Und da ist es meist kein Genuss, sondern leider nur Mittel zum Zweck. (lacht)

Deine schönste Kölsch-Erinnerung?Oha! Das ist wirklich schwierig bei den diversen schönen Momenten mit all den tollen Menschen, wenn man im Rheinland aufgewachsen ist. Vielleicht lieber eine persönliche Erkenntnis: Der Satz „Komm, noch ein letztes Kölsch heute…“ muss nicht zwingend der schlechteste des Abends sein. Auch wenn das häufig der Fall ist. Wirklich.

Kölsch: Peters Kölsch, 0,33 vom Kiosk. 1,30 EuroWo? Brüsseler Str.

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