Der Weg zum eigenen Netzwerkspeicher – Teil 2

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Nachdem ich Euch mit Teil 1 bereits das Grundkonzept meiner geplanten Netzwerkspeicherlösung vorgestellt habe, folgt nun Teil 2. Hier lege ich das Augenmerk auf das Herzstück eines Speichersystems – die Festplatten. Anders als in Desktop-PCs oder externen Gehäuse müssen die Festplatten in einem NAS nämlich ganz anderen Ansprüchen gerecht werden.

Wie ihr schon erfahren habt, habe ich mich bei der Systemlösung für ein DS415+ aus dem Hause Synology entschieden. Das Gehäuse mit Intel Atom Prozessor bietet Platz für 4 Festplatten und arbeitet in meiner aktuellen Konfiguration mit vier der beliebten WD Red’s mit jeweils 6 TB Speicherkapazität. In Summe macht das ein Datenvolumen von 24 TB.

Mit den WD Reds hat Western Digital eine Festplatten Serie auf dem Markt, die speziell für den Einsatz in NAS System entwickelt wurden. Anders als herkömmliche Festplatten sind die REDs also für einen ständigen Betrieb 24/7 und eine fortwährende Verfügbarkeit ausgelegt. Dazu zählt auch einige geringe Wärmeentwicklung, die sonst schon bei vier Festplatten in einem engen und schlecht belüfteten Gehäuse zu Problemen führen kann. Energieeffizienz und die Kompatibilität für den reibungslosen Aufbau eines RAID-Systems sind weitere elementare Eigenschaften, welche die WD RED Serie für den Einsatz im eigenen Heimserver zertifizieren.

Per SATA 6 Schnittstelle lassen sich Daten mit theoretischen 6 GB/s übertragen. Ab einer Größe von 2 TB Verfügung alle RED Platten außerdem über einen beschleunigenden 64mb Cache. Nach durchschnittlichen Herstellerangaben reicht der Speicherplatz von 6 TB für 1.200.000 Fotos, 461 Minuten Film und 1.500.00 Songs.

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Die Wahl des RAIDs

Die Wahl des passenden RAID System stellt auch immer eine kleine Qual dar. Sicherheit? Oder doch lieber Speicherplatz? Wie sieht es mit der Geschwindigkeit aus? Fragen über Fragen. In meinem Fall habe ich mich für einen Kompromiss aus Sicherheit und Speicherplatz entschieden und die Geschwindigkeit mit weniger Priorität etwas hinten angestellt. Damit von den 24 TB immerhin noch die Hälfte verwendbar bleibt, habe ich im DS415+ Interface jeweils zwei Festplatten gruppiert und als RAID 1 definiert.

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Somit bilden 2×6 TB immer ein Festplattenpaar, welches als gegenseitiges Backup funktioniert. Alle Dateien der Festplatte 1 werden somit automatisch auch auf Festplatte 2 gesichert. Sollte einmal eine der beiden Festplatten den Geist aufgeben, stehen die Dateien in der Theorie immer noch auf Festplatte 2 zur Verfügung. Gleichzeitig verliere ich nur die Hälfte meines Speicherplatztes. Fallen aus irgendeinem Grund beide Festplatten in einer RAID Gruppe aus (zum Beispiel Festplatte 1 und 2) sind alle darauf gespeicherte Daten verloren. Dies ließe sich in dieser Konfiguration nur umgehen, in dem man zum Beispiel auch Festplatte 3 oder 4 spiegeln lässt, womit schlussendlich 3 Backups der ersten Festplatte vorliegen würden und nur noch 6 TB Speicherplatz zur Verfügung stehen. Hierbei würde man von einer Kombination aus RAID 0 + 1 sprechen.

wd-red-raid

Der Weg zum eigenen Netzwerkspeicher

Transparenz: An dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, dass diese Serie von WesternDigital und Synology unterstützt wird. Beide Hersteller haben mir die entsprechenden Produkte zum Testen zur Verfügung gestellt. Ohne diese Unterstützung würde es diese Serie vermutlich nicht geben und ich hätte nicht die Chance gehabt, mich so intensiv mit dem Thema auseinanderzusetzen. Außerdem möchte ich mich noch einmal beim Kollegen Camillo bedanken, der mir in unzähligen Skype-Sessions beratend zur Seite stand!

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