Die Rackserver Expansionseinheit RX418 von Synology

Synology RX418 Expansionseinheit mit 4 Festplattenplätzen

Irgendwann wird’s in jedem Server eng. Wenn alle Festplatten-Bays bestückt sind, müssen entweder größere Festplatten oder weitere Festplatten-Slots her. Bei Synology hat man sich in diesem Fall für Expansionseinheiten entschieden, die den eigenen Server kurzfristig erweitern. Für die Rackserver-Serie (RS) kommen die Expansionseinheiten mit der Produktbezeichnung RX zum Einsatz. Insgesamt stehen mit der RX1217 / RX1217RP und der RX418 (Amazon Link) direkt zwei Expansionseinheiten im Produktportfolio zur Verfügung, die nahtlos unter die Servereinheit in den Rackserver geschraubt werden können. Ich habe von Synology die kleine Expansionseinheit RX418 mit 4 weiteren Festplattenslots zur Verfügung gestellt bekommen, um sie zu testen. Was sie Euch bringt, erfahrt Ihr hier:

Synology RX418 Expansionseinheit mit 4 Festplattenplätzen
Synology RX418 Expansionseinheit unter einer RS1219+

Die RX418 Expansionseinheit von Synology

Wie auch die Rackserver von Synology, unterstützt die RX418 sowohl 3,5″ SATA HDDS, als auch 2,5″ SATA HDD & SDDs und erweitert Euren Synology Server um 4 weitere Festplatten. In meinem Fall habe ich mich für die klassischen 3,5″ SATA HDDS entschieden, weil sie mir von der Performance mit ihren 7200 Umdrehungen absolut ausreichen. Zur Zeit supporten die RX418 mit ihren vier Festplatten-Bays insgesamt maximal 56 TB Speicherkapazität, was vier 14 TB Festplatten entspricht.

Die resultierende Speicherkapazität variiert je nach gewähltem RAID. Ich habe mich für 4 Seagate Iron Wolf Pro (Amazon Link) NAS Festplatten mit 10 TB entschieden, welche im RAID 5 konfiguriert sind und in knapp 30 TB effektiv nutzbarer Speicherkapazität enden.

Plug’n’Play

Was mich so sehr an den Synology Produkten überzeugt, ist die einfache Installation mittels Plug’n’Play. Mit vier Schrauben ist das RX418 im Server verschraubt und braucht lediglich noch eine eSATA Verbindung zum Rackserver und Strom, um einsatzbereit zu sein. Das alles ist in weniger als 10 Minuten installiert und alle nötigen Kabel liegen dem Produkt bei. Ich mag Dinge, die schnell funktionieren.

Kaum Werkzeug nötig

Außerdem kommt die Einrichtung ohne große Werkzeuge aus. Lediglich die Festplatten müssen mit Schrauben in ihre Käfige geschraubt werden. Vorbohrungen und die entsprechenden Schrauben liegen bei. Ansonsten ist die Expansionseinheit sofort einsatzbereit. Auch die Schrauben für die Kit-Rails oder die Befestigungsstücke für 2-Pfosten-Racks sind bereits vormontiert und im Handumdrehen verschraubt. All das wirkt sehr wertig und durchdacht.

Einbau in den Serverschrank

Anders als die Diskstations von Synology, die als Standalone Einheit auch auf dem Schreibtisch funktionieren, benötigt die RS Serie und die Expansionseinheiten einen Serverschrank. Ich hatte mich aus verschiedenen Gründen dazu entschieden (Ihr könnt sie hier nachlesen). Mit dem passenden Zubehör, kann die RX in jeden klassischen 19″ Serverschrank eingebaut werden. Aufgrund der geringen Bautiefe von 32,5 cm können die RS und RX Module auch in 2-Pfosten Racks eingebaut werden, die nur an den Gehäusefront-Pfosten befestigt werden können. Wer bereits über ein 4-Pfosten-Rack verfügt, kann mit dem Synology Rail Kit RKM114/RKS1317 (Amazon Link) seine Synology Servermodule auch auf Schiebeschienen befestigen.

Die RX418 im Serverschrank montiert
Die Expansionseinheit passt formgenau unter die Synology Server

DSM – das Serverbetriebssystem von Synology

Im Inneren werkelt der Synology DiskStation Manager (das Betriebssystem der Synology Server) und erkennt über das mitgelieferte eSATA Kabel die Expansionseinheit automatisch und fügt die eingebauten Festplatten im DSM Manager hinzu.

Hinweis: Für die Performance empfiehlt es sich übrigens, die vier Festplatten der Expansionseinheit RX418 auch gemeinsam zu Clustern und nicht Festplatten aus der RS mit Festplatten im RX zu mischen und zu Clustern. Irgendwie logisch.

Wie der Name Expansionseinheit schon verlauten lässt, ist das RX418 nur in Kombination mit einem der beiden kompatiblen RS-Einheiten funktionsfähig und läuft nicht alleine.

Kompatibilität-Tabelle

RX418
RS818+​/​RS818RP+ja
RS1219+ja
RS819ja
RS2418+​/​RS2418RP+nein
RS816ja
RS815 / RS815+ / RS815RP+ja
RS217ja

Hot-Swap Support

Auch wenn es vielleicht dem Serverstandard entspricht, möchte ich es hier noch einmal unterstreichen: Sowohl die RS als auch die RX Einheiten verfügen über HotSwap Laufwerke, die es ermöglichen defekte Festplatten eines RAIDS einfach im laufenden Betrieb auszutauschen, ohne das System runterfahren zu müssen. Gerade, wenn wichtige Daten auf dem Server liegen, auf die man fast ständig zugreifen muss, ist es von Vorteil, wenn defekte Festplatten in der Expansionseinheit einfach ausgetauscht werden können, ohne die Servereinheit herunterfahren zu müssen.

Transparenz: Die Freunde von Synology haben mir die RX418 für diesen Test zur Verfügung gestellt. Wenn ihr im Studio BENHAMMER vorbeischaut, gibt’s auch gerne eine kleine Produktpräsentation vor Ort.

Artikelserie: Der Weg zum eigenen Fileserver mit Synology

Synology Expansionseinheit
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