Vergangenen Samstag haben wir uns auf den Weg zur rufffactory nach Ehrenfeld gemacht, da wir alle große Fans der KYTES (Amazon Link) sind und sie dort ihren Gig auf der c/o pop spielten. Das letzte Mal hatten wir die vier Boys aus München vergangenen Dezember bei ihrem Tourstopp im Kölner Arttheater gesehen und schon kleine Eindrücke ihrer, zu diesem Zeitpunkt noch unveröffentlichten, EP Frisbee bekommen. Seit dem Frisbee Release, was übrigens die erste Veröffentlichung unter ihrem eigenen Label „Frisbee Records“ ist, sind die neuen Songs bei uns hoch und runter gelaufen und wir hatten richtig Bock auf’s Konzert.

Die rufffactory in Ehrenfeld

Für uns war es auch tatsächlich die erste Veranstaltung in der rufffactory und man muss echt sagen, dass es an sich eine ziemlich coole Venue ist. Vom Flair ziemlich ähnlich zur WERTHALLE, aber da fehlen die Neben-/ Backstage Räume, die die rufffactory eben zu bieten hat. Was etwas schade war ist, dass wegen Auflagen der Stadt etc. nur max. 199 Leute in die Venue durften. So bildete sich schon vor Konzertbeginn vor der Tür eine Schlange an Leuten, die darauf warteten, dass jemand doch keine Lust mehr hatte. Richtig voll war dadurch die rufffactory nämlich nicht, hätte man gewollt und gedurft, wären bestimmt noch 100 Leute mehr reingegangen. Aber egal, wir alle wissen, dass Veranstaltungsauflagen ein wahrer pain-in-the-ass sind. Was ich in diesem Zusammenhang allerdings nicht verstanden habe ist der Bühnenaufbau. Denn die war nicht zentral in der Mitte oder über die ganze Breite der Halle aufgebaut, sondern stand irgendwie traurig in der rechten Ecke. Falls man hier links Platz lassen wollte für einen weiteren Notausgang, war der Durchgang dorthin erstmal wirklich sehr sehr großzügig und soweit ich informiert bin, geht genau mit dieser 199 Besucher Regel einher, dass man eben nur einen Notausgang braucht. Sicherheit ist natürlich mehr als wichtig, aber auch mit nur einem Ausgang nach hinten wäre die rufffactory besser zu verlassen gewesen, als die meisten anderen Konzert-Venues.

KYTES @ c/o pop Ehrenfeld

Kommen wir aber zum Essentiellen des Abends: den KYTES. Auch wenn beim c/o pop Festival erfahrungsgemäß viele Leute zu den Konzerten kommen, die die jeweilige Band noch nicht wirklich kennen, war das Publikum bei den KYTES ziemlich packed mit richtigen Fans. Jeder Songtext war bekannt und wurde mitgesungen und es wurde viel getanzt. Die Stimmung war top und steckte auch die paar Leute an, die noch nichts von den Jungs gehört hatten. Quasi eine Demonstration, dass diese Menschen sich bisher ordentlich was entgehen lassen haben. Es macht jedes Mal Spaß den Vieren beim spielen zuzuschauen, weil sie so energiegeladen sind und es schaffen diese an die Zuschauer weiterzugeben. Das alles gipfelte dann darin, dass Michi während der Perfomance von Inner Cinema samt Gitarre von der Bühne sprang, die jetzt auch nicht wirklich hoch war, und einmal durch den sich bildenden Moshpit sprang, um dann noch eine Runde mitzupogen. Letzten Endes war der Moshpit dann so groß, dass er knapp die halbe Halle ausfüllte, gut möglich, dass es das so vorher auch noch nicht in der rufffactory gegeben hat. Aber sie spielten nicht nur ihre eigenen Songs, sondern auch den aktuell wohl musikalisch und künstlerisch größten Hit: Alles startete damit, dass Kerim bestimmt eine halbe Minute lang rhythmisch ins Mikrofon atmete. Man bekam fast schon Angst, dass der gute kurz vorm Hyperventilieren stand, aber als dann die Bassline einsetze war klar, dass das nur das Intro für ihr Cover von Billie Eilish’s bad guy war. Klang ziemlich cool. Also insgesamt war das Konzert wirklich sehr cool und wer nicht da war, hat in der Tat etwas verpasst. Für diejenigen haben wir aber zum Schluss noch einen kleinen Snippet von ihrem neuesten Song Alright.

Alright (live) in der rufffactory

Falls Ihr jetzt auch Bock drauf habt, die KYTES live zu sehen, aktuell sind die vier Boys auf ihrer Frisbee Tour. Also geht hin, es lohnt sich!

  • 10.05. Dresden
  • 11.05. Erfurt
  • 16.05. Würzburg
  • 17.05. Michelstadt
  • 18.05. Salzburg
  • 23.05. Mainz
  • 24.05. Baden
  • 25.05. Arbon
  • 29.05. Berlin
  • 30.05. Linz
  • 31.05. Wien
  • 01.06. Kaltenberg
  • 09.06. Moliets-et-Maa, Pines & Beach Festival
  • 29.06. Nürnberg, Slow Down Festival
  • 13.07. Querenhorst, Aerie Festival

Viele der Stopps sind übrigens schon ausverkauft. Also ranhalten.

Wer Frisbee nochmal digital hören möchte, findet die Kytes hier auf Spotify