Podcast-Equipment für unter 600,00 Euro

Podcast Equipment für unter 600 Euro

Auf zum eigenen Podcast! Wenn auch du überlegst in die Podcast-Welt einzutauchen und dir noch die ein oder andere Frage zum Equipment stellst, kann ich Dir heute ein paar Entscheidungen abnehmen. Im Folgenden zeige ich Dir, womit ich für meinen Podcast “Ben trifft…” arbeite und wie Du für unter 600,00 Euro selbst einen Podcast in guter Qualität aufzeichnen kannst.

Podcasts sind in den letzten 1 1/2 Jahren auch endlich wieder in Deutschland angekommen. Fast täglich erscheinen neue Podcasts auf den bekannten Streamingplattformen. Jetzt, wo auch das Podcast-Hosting sich endlich professionalisiert hat und der eigene Podcast im Handumdrehen auch bei Spotify, Google, iTunes und den anderen großen Streaming-Anbietern gelistet werden kann, warten ganz neue Zielgruppen.

Podcast Equipment für unter 600 Euro
Foto © KAI ViSUALS

Aber warum sind Podcasts überhaupt so beliebt geworden?

Ein großes Apple Update vor 2–3 Jahren brachte Podcasts wieder auf den Schirm der breiten Masse. Durch das damals neue iOS war auf einmal auf jedem ausgelieferten Apple Gerät die Podcast App vorinstalliert. Ähnlich wie bei iTunes konnten auf einmal Millionen Menschen auf die verborgenen Schätze der Podcast-Szene zugreifen, ohne, dass sie dabei RSS-Feeds oder Seitenurls in speziellen Podcasts-Apps abonnieren mussten.

Spotify zog nach und positioniert sich spätestens mit dem “Fest & Flauschig” Podcast von Olli Schulz und Jan Böhmermann nicht mehr nur als Musik-Streaming-Dienst, sondern auch als Podcast-Streamer. Inzwischen kann jeder über die passenden Hoster seinen Podcast auch bei Spotify listen.

Podcasts sind also seitdem um einiges einfacher zu finden und zu konsumieren. Die steigende Beliebtheit liegt mit Sicherheit auch an dem großen kostenfreien Angebot für fast alle Interessen und Branchen. Aber auch an dem unkomplizierten Konsum. Da wo YouTube und andere Medienformate unmöglich sind, setzt der Podcast an. Egal, ob es in der Bahn auf dem Weg zur Arbeit, auf der Arbeit selbst oder im Auto ist. Ein Podcast lässt sich überall problemlos konsumieren.

Für die mediale Zukunft sind Podcasts tatsächlich das erste Medium, was dem Radio nachhaltig Konkurrenz machen wird.

Dein eigner Podcast

Ich selbst bin großer Podcast-Fan. Ich konsumiere gerne und viel. Gerade deswegen freue ich mich natürlich über jeden, der auch überlegt endlich mit einem eigenen Podcast anzufangen. Egal, ob es die private Abwechslung, der Austausch mit anderen, das Aufbauen einer neuen Community in dem Bereich Deiner Leidenschaft und und und… die Motivationen können vielseitig sein und sind alle legitim.

Welches Equipment ich Dir aus den letzten Jahren empfehlen kann, was Du beachten solltest und wie Du Dir ein qualititativ schönes Podcast Studio mit unter 600,00 Euro aufbauen kannst, erzähle ich Dir jetzt:

Hochwertiges Equipment für weniger als 600,00

Der Recorder: Er zeichnet die Tonspuren ohne Rechner auf. Mit Zoom habe ich gute Erfahrungen gemacht.

Das Herzstück ist natürlich der Recorder. Hersteller Zoom macht dort schon seit Jahren einen guten Job mit ihren Audiorecordern. Der Zoom H6 bietet bis zu 4 Anschlüsse für Mikrofone und lässt die wichtigsten Einstellungen wie z.B “Gain” bequem per Wahlrad direkt am Recorder für jeden Aufnahmekanal treffen. 4 Anschlüsse sichern Dich auch für die Zukunft ab, falls es mal mehr als 2 Gesprächspartner im Podcast sind.

Auf Amazon kannst Du Dir den Zoom H6 mit Koffer und Zubehör aktuell für 319,00 Euro kaufen.

Das Mikrofon: Passende Mikrofone von Shure

Der US-amerikanische Hersteller “Shure” ist vor allem Musikern ein Begriff. Eigentlich führt an den Produkten des Audiotechnik-Herstellers schon seit Jahrzehnten kein Weg vorbei. Weder in den kleinen Clubs, noch auf großen Konzertshows und Welttourneen. Die Profis vertrauen Shure. Das dynamische Gesangsmikrofon SM58 ist mit seiner Nierencharakteristik seit 1966 auf dem Markt und der Klassiker unter den Mikrofonen. Dank seiner Verbreitung ist es erschwinglich und ein echtes Arbeitstier. Für wenig Geld, bekommst Du eine sehr gute Sprachqualtität.

Bei Thomann gibt’s das Shure SM58 LC für 99,99 Euro das Stück.

Verbindungsstück Kabel: XLR Kabel

Um die SM58 mit dem Recorder H6 zu verbinden, brauchst du die marktüblichen XLR Kabel. Die gibt’s in fast allen Formen, Farben und Variationen von unzähligen Anbietern. Such Dir auf Amazon einfach was aus und denk an ein Backup-Kabel für eventuellen Kabelbruch.

XLR Kabel kosten um die 10,00 Euro auf Amazon. Hier gibt’s eine Auswahl.

Podcast Equipment Speichermedium
FOTO © philipp katzenberger

Speichermedium: Speicherkarte von SanDisk

Nicht nur für die Kamera sind die Speicherkarten von SanDisk perfekt geeignet. Auch für die Aufzeichnung von Soundfiles machst Du mit SanDisk nichts verkehrt. Der Zoom H6 zeichnet direkt auf SD Karte auf, verfügt über sein eigenes Ordner-System und ist so auch für den mobilen Einsatz geeignet. Wenn Du in der Qualität und Aufnahmezeit nicht eingeschränkt sein möchtest, greifst Du einfach zu einer der 64GB Speicherkarten. Die Geschwindigkeit ist bei der Tonaufnahme nicht ganz so wichtig, wie beim Filmen. Trotzdem kannst Du davon ausgehen: Je schneller, desto besser.

Eine SanDisk Extreme Pro mit 170mb/s reicht zum Beispiel völlig aus und kostet unter 30,00 Euro auf Amazon.

Die Kosten nochmal im Überblick:

  • Shure SM 58 2x (ca. 200,00 Euro)
  • Zoom H6 Recorder (ca. 319,00 Euro)
  • XLR Kabel 3x (ca. 30,00 Euro)
  • SD Karte von SanDisk mit 64GB (ca. 27,99 Euro)

Summe für deine Podcast Investitionen: 576,99 Euro

Mit diesem Equipment bin ich zurzeit selbst unterwegs und zeichne den Podcast “Ben trifft…” für Chips & Champagner auf. Ich hatte vorher auch schon USB-Mikrofone von Rode, hab nur mit einem Fieldrecorder oder eben mit Headsets aufgenommen. Diese Setups sind zwar teilweise auch deutlich günstiger, aber kommen weder von der Qualität, noch von der Flexibilität an das hier gezeigte Setup ran. Ich für meinen Teil bin mit den gezeigten Produkten jedenfalls sehr zufrieden.

Ein paar Ideen für deinen eigenen Podcast:

  • Der Interview Podcast
    Du triffst Dich mit Menschen, die Dich begeistern oder interviewst Leute aus Deinem Team, um sie den Fans Deiner Arbeit näher zu bringen. Da kommen mit Sicherheit interessante Gespräche oder lustige Anekdoten ans Tageslicht.
  • Der Solo Podcast
    Du setzt dich einfach selbst ans Mikrofon und erzählst etwas aus Deiner Arbeitswelt. Zum Beispiel von den letzten Produktionen, deren Planung und Schwierigkeiten. Oder Geschichten zu Deinen Bildern und wie sie entstanden sind. Glaub mir, es ist nicht einfach am Anfang, aber mit etwas Übung kommst Du definitiv rein. Außerdem müssen es nicht immer einstündige Podcasts sein. Auch 10 bis 15 Minuten können interessant sein für die Menschen, die Deine Arbeit sowieso schon interessiert.
  • News Podcast
    Wenn Du Dich sowieso ständig mit Neuheiten der Branche auseinandersetzt, dann ist das doch die perfekte Vorbereitung für Deinen eigenen News-Podcast. Erzähl Deinen Kollegen das, was sie noch nicht wissen und nimm ihnen Arbeit ab. Zum Beispiel wenn es um Updates von Adobe, neue Kameras und anderes Equipment geht. Deine Kollegen werden es Dir danken, dass sie weniger recherchieren müssen.

Wenn Du Inspiration suchst, schau doch mal in meinen Artikel über die 5 inspirierendsten Podcasts in Deutschland. Dort empfehle ich ein paar Podcasts, die ich selbst regelmäßig höre und für sehr gut empfinde.

So, und jetzt viel Spaß beim Podcast oder Shoppen,
Best, Ben

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