#015 – auf ein Kölsch mit Gerd Buurmann

Das Unicenter an der Universitätsstraße in Köln-Sülz gehört mit seiner Architektur zu einem der größten Wohnhäuser Europas. Genau hier bin ich mit Gerd Buurmann zum Kölsch verabredet und warte mit einem vom Kiosk nebenan gefüllten Kölsch-Rucksack beim Pförtner. Wenig später kommt auch Gerd, der den Pförtner freundlich grüßt und den Zugang zu einem der unzähligen Fahrstühle freigeben lässt. Die meisten kennen Gerd aus dem Rampenlicht des artheaters. Dort wo er zusammen mit Hildegard Scholten inzwischen jeden Montag durch Kunst gegen Bares führt und  Künstlern aller Arten eine Bühne gewährt. Ich treffe den Regisseur, Drehbuchautor, Schauspieler, Comedian und Moderator in seinem hölzernen Probenraum im Unicenter. Es ist alles dunkel, wirkt fast wie eine unterirdische Kammer, obwohl wir uns so einige Stockwerke über dem Boden befinden. Lediglich eine Tür führt in den Raum, eine weitere führt auf den umflaufenden Betonbalkon des Gebäudes. Nach Kneipen und Kölner Parks eine ungewöhnlich einengender Atmosphäre. Als einer der wenigen Gäste dieser Serie kann er sich aus dem Stand an sein erstes Kölsch erinnern. Bei ihm Begann seine Kölschliebe nämlich erst mit 26 Jahren. Als Seefahrerkind blieben dem Theaterliebhaber nur Hamburg und Köln. Nach einem 13-monatigen Aupair-Aufenthalt in Chicago entschied er sich für die Stadt am Rhein und ist ihr bis heute treu geblieben. Was seiner Meinung nach nicht so bleiben muss. Keinesfalls. Immer Bereit für ein neues Abenteuer kann Gerd sich gut vorstellen, Köln auch zu neuen Ufern zu verlassen. Was den Emsländer aber von vielen anderen Menschen unterscheidet, ist der Traum, der mit Kunst gegen Bares wahr wurde. Fasziniert von Kermit dem Frosch und großer Muppetfan wusste schon der kleine Gerd Buurmann, dass er selbiges auch für echte Menschen und Künstler erschaffen will. Der Realisierung seines Traums ist der damit so nah gekommen, wie kaum ein anderer. Heute gibt es Ableger seiner Idee in unzähligen deutschen und internationalen Städten. Anerkannte StandUp-Comedians der deutschen Szene haben ihre Karriere auf Bühnen von Kunst gegen Bares begonnen – wie zum Beispiel Luke Mockridge. Nach einem Kölsch geht es dann auch schon zum nächsten Termin und unsere Wege trennen sich an der Bahn-Haltestelle der Universitätsstraße wieder.

Dein erstes Kölsch hast Du wann getrunken? Bei der Weihnachtsfeier 2005 im Päffgen am Friesenplatz! Deine Lieblingskölsch Sorte heißt? Päffgen. Das leckerste Kölsch gibt es deiner Meinung nach wo? In Anwesenheit von Freunden. Wann lässt sich Kölsch am besten trinken? Im artheater bei der Kunst gegen Bares! Flasche oder Glas? Unter einem Dach Glas, unter freiem Himmel Flasche, am Strand Hellers, weil es eine wiederverschließbare Flasche ist. Mit was verbindest du Kölsch als erstes? Am liebsten verbinde ich Kölsch mit Flimm! Deine schönste Kölscherinnerung? Reißdorff trinken mit Hella von Sinnen am 2. Oktober 2014 auf der Studiobühne zur Theaternacht und mit ihr Inge Meysel spielen!

Kölsch: Gaffel Kölsch 0,3 L
Wo: UniCenter Köln

 [flexiblemap address=” Luxemburger Str. 124, 50939 Köln” title=”UniCenter Köln” width=”100%”]

0 Shares:
Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

You May Also Like